Die Karrierewebseite ist das Aushängeschild für ein Unternehmen. Doch häufig unterlaufen Arbeitgebern bei der Gestaltung entscheidende Fehler. Worauf es ankommt.

Dass Kandidaten Stellenanzeigen lieber mögen, die gut strukturiert, auf dem Smartphone optimal darstellbar sind und aussagekräftige Informationen, Bilder sowie Unternehmensvideos beinhalten, scheint sich in Arbeitgeberkreisen inzwischen herumgesprochen zu haben. Die früher weit verbreiteten Bleiwüsten sterben langsam aus. Doch leider wird dafür die Karrierewebseite oftmals noch recht stiefmütterlich behandelt. Im Zweifel kostet das Bewerbungseingänge, weil Talente entnervt abspringen und gar nicht erst auf eine Stellenanzeige klicken.

Karrierewebseite: Diese Fettnäpfe lauern

Das betrifft vor allem die wachsende Schar der mobilen Bewerber. Laut der Studie Recruiting Trends der Universität Bamberg berichtet „etwas mehr als die Hälfte der Kandidaten, dass die Darstellung von Online-Stellenanzeigen und Karriere-Webseiten auf mobilen Endgeräten ohne Probleme funktioniert.“

Hier besteht Handlungsbedarf. Denn mitunter kommt es vor, dass sämtliche Seiten einer Homepage für Mobilgeräte optimiert wurden, einzig und allein der Karrierebereich „ploppt“ auf dem Smartphone nicht im responsiven Design auf. Ebenso wenig kommt er im Corporate Design daher.

Der Effekt: Die Karriereseite wirkt wie ein Anhängsel der Homepage, das lieblos angedockt wurde. Der Bewerber fragt sich unweigerlich: „Bin ich es dem Arbeitgeber nicht Wert, dass er sich um einen ordentlichen Online-Auftritt kümmert? Auf Kundenseite bekommt er das ja auch hin!“ Das Gefühl, nicht genügend wertgeschätzt und respektiert zu werden, ist die Folge. Der Absprung ist vorprogrammiert. Wer will schon bei einem Arbeitgeber in Lohn und Brot stehen, der sich nachweislich nicht um die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter schert?

Schlecht gestaltete Karriereseite: Kandidaten fühlen sich nicht wertgeschätzt

Dabei könnte für Arbeitgeber alles so einfach sein. Denn längst bieten HR Lösungsanbieter wie easySoft hochwertige Komplettlösungen für das Online-Recruiting an. Per Schnittstelle lässt sich ein voll funktionsfähiges Bewerberportal in die hauseigene Homepage integrieren. Und damit die ganze Homepage wie aus einem Guss wirkt, ist auch die Anpassbarkeit an das Corporate Design eines Unternehmens gewährleistet.

Außerdem kann die Karrierewebseite auf allen Endgeräten optimal dargestellt und frei nach Bedarf gestaltet werden. Auch das Einbetten von Bildern oder Firmenvideos ist problemlos möglich. Darüber hinaus bietet das Portal eine vereinfachte Bewerbungsmöglichkeit durch die automatisierte Datenübernahme des LinkedIn oder Xing-Profils eines Bewerbers. Alternativ kann dieser seinen Lebenslauf im PDF-Format hochladen, der dann mittels einer CV-Parsing-Funktion ausgelesen und ins Bewerbermanagementsystem integriert wird.

Verschiedene Formen der Bewerbung anbieten

Willkommen in der Welt der One-Click-Bewerbung. Und dass diese Kandidaten immer wichtiger wird, zeigt die „Mobile Recruiting Studie 2017“ des Portals meinestadt.de in Zusammenarbeit mit der Hochschule RheinMain. Die Ergebnisse sollten Arbeitgeber aufrütteln. Zeigen sie doch, dass Unternehmen fast jeden zweiten Bewerber verprellen, wenn sie keine Möglichkeit bieten, sich mobil zu bewerben. Hierfür ist die One-Click-Bewerbung die optimale Lösung. Ein Klick und schon liegen alle relevante Informationen beim Arbeitgeber. Komfortabler geht es nicht.

Die One-Click-Bewerbung ist eine Alternative zum Bewerbungsformular. Ersetzen sollte sie dieses aber nicht. Denn die andere Hälfte der Bewerber nutzt vornehmlich diese Möglichkeit, sich zu bewerben. Bei Bedarf können Arbeitgeber das Bewerbungsformular noch um einen Selbsteinschätzungsbogen ergänzen, um bestimmte Erfahrungswerte und Qualifikationen gezielt abzufragen.

Warum eine gut aufgeräumte Karrierewebseite ein MUSS ist

Unternehmen sollten die Bedeutung einer gut aufgeräumten Karrierewebseite nicht unterschätzen. Eine Studie der Personalberatung APRIORI zum Thema Online und Mobile Recruiting zeigt, dass die Karriereseite aus Sicht der Talente immer wichtiger wird. 90 Prozent aller befragten Studenten und Young Professionals nutzen die Online-Angebote von Unternehmen bei der Wahl ihres Arbeitgebers.

Dabei erwarten sie aber nicht nur ein angemessenes Design und optimale Funktionen, sondern auch mehrwertige Inhalte. Zum Beispiel sollten Arbeitgeber über Einstiegsmöglichkeiten, Entwicklungsmöglichkeiten, Karriereoptionen, Work Life Balance Maßnahmen und die Gestaltung des Arbeitsplatzes informieren. Und das im besten Fall mit abwechslungsreich gestalteten Medien: Bilder, Videos, Texte und Infografiken sollten einander inhaltlich ergänzen.

Die Ansprüche junger Bewerber

Das mag dem ein oder anderen Arbeitgeber zu viel verlangt erscheinen. Doch genauso ist es insbesondere die junge Generation von anderen Webseiten gewöhnt. Da ist es nur allzu logisch, dass sie die gleiche Erwartungshaltung an die Karriereseiten eines Arbeitgebers stellt.

Daher sind Karriereseiten besonders beliebt, die nicht nur Informationen über reine Sachinhalte wie Traineeprogramme, Karrieremodelle und Führungskräfteentwicklung beinhalten, sondern auch emotionale Komponenten wie authentische Erfahrungsberichte von Mitarbeitern, Einblicke in den Arbeitsalltag und das Arbeitsambiente liefern.

Dabei sollten sich Arbeitgeber jedoch zwei Mal überlegen, ob sie Fakten schönen. Etwa, indem statt Mitarbeiterbildern Stockfotos verwendet werden. Oder, indem das Firmenvideo nicht in den eigenen vier Wänden, sondern im Studio inszeniert wird. Vorsicht: Das kommt bei Bewerbern gar nicht gut an.

Karrierewebseite: Immer schön authentisch bleiben

Arbeitnehmer mögen’s authentisch. Schließlich wollen sie sich über die Karriereseite einen realistischen Eindruck verschaffen, wie es in einem Unternehmen zugeht. Wer aber nichts aus seinem Inneren preisgibt, erweckt bei Kandidaten Argwohn: Hat der Arbeitgeber etwas zu verbergen? Hat sich dieser Gedanke erstmal im Kopf festgesetzt, rückt der Klick auf den Bewerben-Button in weite Ferne. Chance vertan!