Work-Life-Blend – Arbeiten soll auch Leben sein

Thomas Sattelberger, unter anderem ehemaliger Telekom-Vorstand, sagte einmal: »Work-Life-Balance ist ein Denkfehler. Wenn Menschen sich stark auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance fokussieren, ist das eher ein Zeichen dafür, dass sie ihr richtiges Leben noch nicht gefunden haben.« Und tatsächlich ist die heute in aller Munde liegende »Work-Life-Balance « nicht wirklich zu Ende gedacht.

Balance, das klingt zwar – oberflächlich betrachtet – ganz nett. Indem man aber einen Ausgleich zwischen der Arbeit und dem Leben finden soll, trennt man auch die Arbeit vom Leben! Und das ist wirklich ein Denkfehler. Zum Leben gehört Arbeiten, und Arbeiten soll auch Leben sein. Wenn ich beim Arbeiten nicht leben kann, dann verschenke ich wertvolle Lebenszeit. Das wäre mir viel zu schade! Hinzu kommt noch, dass das, was wir arbeiten, Sinn haben soll: Wir brauchen also Arbeit, die Sinn ergibt und uns im Leben weiterbringt. Bill Hybels spricht in seinem Buch ›Einfach‹ von »aufgetankten Menschen « und bemerkt dazu: »Wenn ich Menschen treffe, die ständig aufgetankt sind, entdecke ich oft, dass sie mit ihrem Beruf zufrieden sind.« Das ist doch ein spannender Gedanke, dem sich lohnt nachzugehen.

Anstelle von Work-Life-Balance sprechen wir deshalb lieber von einer erweiterten Idee, die wir uns inzwischen zu eigen gemacht und individuell weiterentwickelt haben: ›Work-Life-Blend‹, die echte Verbindung, die gute Vermischung von Arbeiten und Leben.

Arbeiten soll auch Leben sein. Arbeiten soll Spaß machen. Arbeiten soll Sinn machen. Unser ganzes Leben soll Sinn ergeben. Das ist der Ansatz, den Easysoft verfolgt und pflegt. Es geht nicht darum, früher Feierabend zu machen, sondern es geht darum, seinen Arbeitstag besser zu gestalten. Das gilt erst recht in der heutigen Zeit, in der auch in der Arbeitswelt ein immer schnelleres Tempo vorgelegt wird.

Es funktioniert tatsächlich nicht, acht Stunden am Tag, und obendrein am Stück, hochkonzentriert seiner Arbeit nachzukommen. Das ist schon fast unmenschlich. Wir brauchen unbedingt nach einer Phase der Anspannung auch wieder eine Phase der Entspannung. Studien sprechen in diesem Zusammenhang von unterschiedlichen Zeiträumen zwischen fünfzig und neunzig Minuten.

Dazu gilt es, Elemente aus den anderen der sieben Lebensbereiche im Arbeitsalltag leben zu können, zum Beispiel was Körper und Gesundheit angeht, aber natürlich auch alle anderen Lebensbereiche. Schauen Sie sich ruhig noch einmal Ihre persönliche Mindmap an und überlegen Sie sich, welche Ziele Sie in Ihrem Arbeitsalltag leben oder leben könnten!

Easysoft schuf gezielt viele verschiedene Möglichkeiten, kurzzeitig oder auch länger zu entspannen. Täglich gehen Kolleginnen und Kollegen um die Mittagszeit eine Runde joggen – ich selbst natürlich auch. Wir haben eine Tischtennisplatte, mehrere Kletterwände, Slackline, Tischkicker, Bürogolf und einen Ruheraum, um sich für eine Zeit zurückzuziehen. Hinzu kommen Personal-Trainingsangebote und Fortbildungen im Gesundheitsbereich.
Für diejenigen, die es weniger sportlich mögen, haben wir eine große Showroom-Küche, in der man gemeinsam kochen kann, miteinander und füreinander. Inzwischen haben wir sogar ein eigenes  Kochbuch entwickelt, das wir als Weihnachtsgeschenk an unsere Kunden versendet haben! Es ist auf eine enorm positive Resonanz gestoßen.
Bei unseren kleinen oder größeren Auszeiten entsteht ein tolles Miteinander. Es entwickeln sich wertvolle Gespräche. Und es entstehen dort auch innovative, kreative Ideen, die alleine am Bildschirm so sicher nicht entstehen würden.

Zurück am Arbeitsplatz hat der Einzelne dann auch wieder die Energie, sich voll auf seine Aufgaben zu konzentrieren und sie bestmöglich zu erledigen. ›Work-Life-Blend‹ hat darum Mehrwert für alle Beteiligten!

3 Comments

  1. Ich kann dem nur zustimmen. Weil ich mich gerne mit dieser Thematik beschäftige möchte ich gerne dieses Buch empfehlen: Glücklich wie ein Däne von Malene Rydahl. Hier werden die wesentlichen Zusammenhänge beschrieben, die ein erfülltes Leben ausmachen.
    Viele Grüße
    Thomas Ohme

  2. Der Ansatz ist interessant, aber eine Frage stellt sich mir dabei:
    Wenn wir von verschiedenen Arbeitsphasen reden, also produktiven Phasen, in denen beispielsweise programmiert wird, und erholenden Phasen, in denen „geistig aufgetankt“ wird, werden dann auch die Auftankphasen der Arbeitszeit zugerechnet? Oder geht es viel mehr um eine flexiblere Verteilung der Arbeits / Pausenzeiten kombiniert mit einem guten Freizeit und Erholungsangebot?
    Ich würde mich über ein kurzes Feedback freuen. Viele Grüße!

    • Andreas Nau

      9. Juni 2017 at 14:32

      Wir leben bei uns das Prinzip der Vertrauensarbeitszeit. D.h. wir haben sowieso keine Zeiterfassung, oder ähnliches. Insofern stellt sich die Frage in dem Sinn nicht. Aber tatsächlich, wenn ich mit ein paar Kolleginnen oder Kollegen etwas gemeinsam koche oder mittags eine Stunde joggen gehe, dann gehört das nicht zur Arbeitszeit.
      Viele bei uns sind „körperlich“ 9 oder 10 Stunden im Haus, arbeiten aber nicht die volle Zeit. Mittags kommen schon auch mal Ehepartner oder Kinder. Das ist auch ganz normal.
      Für uns geht es nicht darum, früher Feierabend zu machen, sondern seinen Arbeitstag besser zu gestalten.
      Ich hoffe das hilft etwas weiter. Liebe Grüße und Danke für das Interesse!

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© 2018 Andreas Nau