Unternehmen, die ihre Einstellungsprozesse nicht strukturieren, verlieren viel Geld.

Seit einem Jahr arbeitet Andreas Gintaut beim Software-Entwickler Easysoft. Testautomation interessierte den 47-jährigen Informatiker und nach gut zwei Jahren als Einzelkämpfer freute er sich über mehr Teamarbeit. Auf seine Bewerbung bekam er postwendend eine Email mit Fragen, die in einem klassischen Bewerbungsgespräch gestellt werden: private und berufliche Ziele, Freizeitaktivitäten und ehrenamtliches Engagement und was ihn an der IT-Schmiede konkret interessiert. „Letzteres hat mich eher beruhigt“, erzählt der gebürtige Groß-Gerauer, „offensichtlich wollte das Unternehmen keinen Fachidioten, sondern den gesamten Mensch.“ Die Reaktionen der Bewerber auf diese Mail sind unterschiedlich, so Easysoft-Geschäftsführer Andreas Nau. Manche fragen, warum sie das beantworten sollen, andere setzen sich intensiv damit auseinander. Seit zwei Jahren strukturiert der Spezialist für Software-gestützte Seminarorganisation und Personalentwicklung seine Einstellungsprozesse – mit dem Ergebnis, dass sich das schwäbische Unternehmen seitdem von keinem Neuen mehr getrennt hat.

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