Als strategische Geschäftsführung bei easySoft bin ich für die Weiterentwicklung des Unternehmens zuständig. Eines meiner Mottos: „Wenn man weiß wohin man will, kann man Ziele auch erreichen.“ In der Zeitschrift MOVO stellte ich meine drei besten Tipps für ein erfolgreiches Finish vor.

Ein Zielfoto vor Augen
1994 gründete ich mit einem Freund unser heutiges Software-Unternehmen. Wir setzten alles ein. Arbeiteten Tag und Nacht um unsere Software zu verbessern. Wir waren erfolgreich, wuchsen Stück für Stück. Doch 2007 brach das ab. Es ging nicht mehr weiter. 2008 machten sogar rückwärts. Was war los? Ich bin dankbar, dass ich im richtigen Moment auf verschiedene Bücher und Bibelstellen hingewiesen wurde. Und dann wurde klar. Wir wussten nicht wo wir hin wollten, was unser Zielfoto ist. Was ist der Sinn und Zweck unseres Unternehmens? Wir arbeiteten daran. Wir bestimmten unsere Werte und schauten 30 Jahre nach vorne. Wir definierten unser Zielfoto. Dies ist für uns und unsere Mitarbeiter eine wichtige Leitplanke. Es gibt uns Entscheidungshilfen, gibt uns Rückhalt in schwierigen Situationen, motiviert uns und wir können Korrekturen vornehmen, wenn wir abweichen. In den letzten 6 Jahren haben wir unser Unternehmen verdreifacht. Warum? Weil das Zielfoto klar ist!

Auf die Fitness achten
Welche eine Sache könnten Sie tun, die bei regelmäßiger Ausübung einen riesigen positiven Unterschied in Ihrem Leben ausmachen würde?“ – Diese eine Frage las ich in dem Buch von Stephen R. Covey zu einem Zeitpunkt an dem es mir nicht gut ging. Sie bewegte mich sehr – im Nachhinein „wahrsten Sinn des Wortes“. Und natürlich fiel mir etwas ein: Wenn ich beginnen würde in meinen täglichen Arbeitsablauf Bewegung und Sport einzubauen. Das würde mir mehr Energie geben, als es kosten würde, da war ich mir sicher. Ich begann damals nach einem Trainingsplan für Laufeinsteiger zu laufen. Als zwölf Wochen vorüber waren, bemerkte ich bereits so viele positive Effekte: Mein Kopf war freier geworden. Ich hatte abgenommen. Es begann richtig Spaß zu machen, über Wiesen und Felder zu laufen, den Wind zu spüren, sich selbst zu spüren. Die Kraft zu spüren, die Gott einem für sein Leben geschenkt hat! Beeindruckend, welche Energie in jedem Körper stecken kann, wenn man diese nur anzapft!

Die richtige Frage stellen
2013 haben meine Frau und ich eine neue Herausforderung gemeistert. Wir sind den Transrockies-Run gelaufen. Ein Lauf über die Rocky Mountains in Colorado. Mit knapp 200 km Länge und 9.000 Höhenmeter. Was hatte ich für einen großen Respekt vor dem Start. Aber eines hatten wir gelernt: Wichtig ist es die richtige Frage zu stellen. Nicht: Ob wir das schaffen? Denn hier kommen Antworten, wie: „Man könnte, sollte, oder müsste“ – Meist gefolgt von einem „ja, aber …“. Sondern: Wie wir das schaffen? Auf letztere Frage musst Du andere Antworten finden – und die Antworten bringen Dich ins Ziel! So fanden wir die richtigen Antworten. Trainierten und übten gemeinsam – suchten nach Lösungen und erreichten letztlich neben viel Spaß und tollen Eindrücken den achten Platz bei den Mixed-Teams. Das ist unglaublich, denn eigentlich war nur „ankommen“ unser Ziel.